Chamäleon – Steckbrief

Aussehen

Das Chamäleon könnte man als echten Verwandlungskünstler bezeichnen. Schließlich kann es je nach Stimmung seine Farbe und Gestalt ändern. Das zu den Reptilien gehörende Tier besitzt vom Aussehen her eine starke Ähnlichkeit zu Echsen. Typisch für das Chamäleon ist sowohl sein lang gestreckten Körper als auch seine vier Beine sowie sein langer Schwanz. Charakteristisch für das Chamäleon ist auch sein auffälliger Kamm auf dem Rücken sowie sein helmartiger Fortsatz auf dem Kopf.

Je nachdem, um welche Chamäleon-Art es sich handelt, können diese Reptilien eine Kopf-Rumpflänge von 3-60 cm erreichen. Erkennen kann man das Chamäleon auch anhand seiner großen und am Kopf wie kleine Kugeln hervorstehenden Augen. Diese kann das Tier unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen bewegen.

Je nachdem, welche Herkunft das Chamäleon hat und um welche Unterart es sich handelt, können diese Tiere verschieden gefärbt sein. Generell sind die Weibchen meistens unscheinbarer als ihre Geschlechtsgenossen.

Herkunft

Chamäleons sind in Afrika, in Südeuropa sowie in Süd- und Südwestasien beheimatet. Als Baumbewohner leben sie vor allem auf den Ästen von Bäumen und Sträuchern, man trifft sie recht häufig aber auch im niedrigen Gestrüpp. Außerdem gibt es Chamäleon-Arten, die in wenig pflanzenreichen Regionen leben und sich dementsprechend an ein Leben auf dem Boden angepasst haben.

Mittlerweile unterscheidet man beim Chamäleon 70 verschiedene Arten. Eine besonders große Artenvielfalt findet man auf der Insel Madagaskar vor der Südostküste von Afrika.

Lebenserwartung

Grundsätzlich liegt die Lebenserwartung beim Chamäleon bei 4-6 Jahren. Bei guter Haltung und Pflege sowie ein wenig Glück können sie aber auch in der Terrarienhaltung bis zu zehn Jahre und älter werden.

Futter

Ein Chamäleon ernährt sich vorwiegend von Insekten. Je nach Unterart kann es auch sinnvoll sein, den Tieren Früchte und Gemüse anzubieten. Da die Ernährung einen wesentlichen Anteil an der Gesundheit, also an einem funktionierenden Stoffwechsel und intakten Organen, hat, sollte man auf ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot achten. Am besten bestäubt man das Futter mit einem speziellen Vitamin- und Mineralienpräparat. Besonders wichtig ist, das Chamäleon nicht zu überfüttern. Sinnvoll ist es, das Chamäleon nicht jeden Tag zu füttern. Futterpausen fördern die Verdauung und erhöhen die Lebensdauer von Chamäleons.

Haltung

Das Chamäleon ist in der Regel ein Einzelgänger. Deshalb sollte jedes Tier ein eigenes Terrarium besitzen. Ebenso wichtig ist, zu wissen, dass Chamäleons gefährdete Tiere sind. Da sie unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen, ist ihrer Haltung meldepflichtig.

Auf keinen Fall ist das Chamäleon für Terrarien-Anfänger geeignet. Diese Tiere gehören nur in die Hände erfahrener Reptilienhalter. Leider sind Chamäleons echte Künstler, wenn es darum geht, zu verstecken, dass es ihnen nicht gut geht. Wer nicht über das nötige Wissen und Feingefühl verfügt, bemerkt zu spät wenn das Chamäleon krank ist.

Was die Größe des Terrariums anbelangt, so richtet sich diese nach der Größe des Chamäleons. Wobei es natürlich immer besser ist, dem Tier mehr Platz zum Leben zur Verfügung zu stellen. Generell gilt, dass das Terrarium immer mindestens das vierfache der Körperlänge (ohne Schwanz) des Chamäleons besitzen sollte.