Helmchamäleon

Das auch unter der Bezeichnung „Trioceros hoehnelli“ bekannte Helmchamäleon gibt es erst seit wenigen Jahren als eigene Gattung der Chamäleons. Weil sich das Helmchamäleon nur sehr schwer anmerken lässt, wenn es ihm nicht gut geht, ist dieses Tier wirklich nur erfahrenen Chamäleon-Haltern zu empfehlen.

Herkunft

Ursprünglich stammt das Helmchamäleon aus Uganda und Kenia, wo es in Bergregionen, teilweise in einer Höhe von 3000 m, lebt. Helmchamäleons halten sich sehr gerne an Büschen und Sträuchern auf. Man kann sie aber auch in Gärten in unmittelbarer Nähe von Menschen entdecken.

Aussehen

Sein stark ausgeprägter Helm war namensgebend für das Helmchamäleon – wobei der Helm beim Männchen deutlich stärker ausgeprägt ist als beim Weibchen. Ebenso typisch für das Helmchamäleon ist sein markanter Nasenfortsatz sowie sein stacheliger Rücken, der vom Genick bis zum Schwanz reicht. An seinem Hals befinden sich stachelige Dornen. Je nach Geschlecht kann das Helmchamäleon bis zu 25 cm lang werden.

Charakteristisch für das Helmchamäleon ist nicht nur, dass das Tier in freier Natur ständig Temperaturunterschieden ausgesetzt ist, sondern auch, dass es sich schwarz verfärben und seinen Körper zusammenrollen kann. Diese Eigenschaft schützt das Helmchamäleon vor Schlangen, ihren größten Feinden. Bis die Gefahr vorüber ist, bleibt das Helmchamäleon vollkommen reglos so zusammengerollt liegen.

Lebenserwartung

Mit einem maximalen Alter von 2-5 Jahren hat das Helmchamäleon unter den Chamäleons mit die geringste Lebenserwartung.

Haltung – Terrariengröße, Luftfeuchtigkeit und optimale Temperaturen

Bei der Haltung von Helmchamäleons ist darauf zu achten, dass das Terrarium mit besonders vielen Pflanzen ausgestattet ist. So kann man dem Helmchamäleon ein naturgetreues Leben ermöglichen. Das Terrarium sollte dabei eine Mindestgröße von 100 x 60 x 100 cm (B x H x T) nicht unterschreiten und in jedem Fall gut durchlüftet sein. Optimal für das Helmchamäleon sind tagsüber Temperaturen zwischen 20 und 24°. In der Nacht sollte die Temperatur auf ca. 10° gesenkt werden.

Für das Helmchamäleon ist eine UV-Lampe besonders wichtig. Diese hilft ihm dabei, das für seinen Knochenaufbau wichtige Vitamin D3 zu bilden. Um rund um die Uhr die optimale Luftfeuchtigkeit für das Helmchamäleon zu gewährleisten, empfiehlt sich einer Beregnungsanlage im Terrarium. Am Tag sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 70 % schwanken. In der Nacht sollte sie auf 100 % ansteigen, so wie es das Helmchamäleon in den Bergregionen von Kenia und Uganda gewohnt ist.

Können Helmchamäleon paarweise gehalten werden?

Normalerweise sind Chamäleons typische Einzelgänger. Beim Helmchamäleon besteht jedoch die Möglichkeit, die Tiere in einer Gruppe zu halten. Da sich zwei Männchen nicht miteinander vertragen, sollte ein männliches Helmchamäleon mit mehreren Weibchen zusammengehalten werden. Dann sollte man sich aber darauf einstellen, schon bald Nachwuchs zu haben. Die lebend gebärenden Helmchamäleon können bis zu 25 junge Tiere pro Wurf auf die Welt bringen. Wer feststellt, dass sein Helmchamäleon schwanger ist, sollte die Tiere so schnell wie möglich trennen, da es nicht selten während der Trächtigkeit zu aggressiven Verhaltensweisen kommt.